Aufsteigendefeuchtigkeit
Die Folgen einer Durchfeuchtung sind Vielfältig:
- der Wärmedämmwerft der Wand verschlechter sich; es kommt zu erhöhten Wärmeverlusten
- an der feuchten Wand finden Pilze, Algen und Sporen einen idealen Nährboden
- Salze,
die in das Bauteil gelangen, führen zu
Ausblühungen und Abplatzungen. Langfristig kann so
die Standsicherheit eines Gebäudes beeinträchtigt
werden.
Wirkungsweise kapillarverstopfender Injektionsstoffe
Das Gefüge in Sockeln und Kellerwänden weist neben Kapilarporen üblicherweise auch Hohlräume, Klüfte, Risse und grobe Poren auf. Die Verteilung der Injektionsstoffe erfolgt bei der Druckinjektion daher primär in den Mauerwerksfugen.
Kapillarverstopfende Materialien, wie WEBAC PUR-Injektionsharze und Acrylatgele, können auch große Risse und Spalten innerhalb der Injektionsebene vollständig verfüllen.
Für die Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre werden in einem festgelegten Raster Bohrlöcher erstellt in denen Injektionspacker verspannt werden. Je nach konstrucktiven Merkmalen des Mauerwerkes ist eine ein- oder zweireihige versetzte Bohrlochanordnung, entweder nur von einer Seite oder beidseitig, zu wählen. Die Druckinjektion erfolgt mit geeigneten Pumpen.
Im Verlauf der Injektion werden zunächst vorhandene Risse und Spalten gefüllt. Das Material dringt dann in grobe Poren und Hohlräume ein und penetriert im weiteren Verlauf der Injektion die Kapilarporen. Die Injektion ist so lange durchzuführen, bis sich ein Gegendruck im Bauteil aufbaut und im Bereich der Injektionsebene ein Harzaustritt festzustellen ist.
Durchführung einer kapillarverstopfenden Druckinjektion
Mit WEBAC PUR-Injektionsharz:
Vorbereitende Arbeiten:
Die
Verarbeitung von WEBAC PUR-Injektionsharzen erfolgt durch eine
Druckinjektion über
Bohrpacker. Die Verteilung des Injektionsmaterials erfolgt im Vergleich zur
drucklosen Injektion gleichmäßiger und die Penetration sowie der
Wirkungsgrad werden erheblich gesteigert.
Anstand und Größe der Bohrlöcher richten sich nach den baulichen
Gegebenheiten. Der Regelabstand von 10 - 12,5 cm hat sich bewährt.
Abweichungen sing je nach Objektsituationen ( zum Beispiel bei
unregelmäßigem Mauerwerk ) möglich. Die Bohrlochtiefe sollte 3/4 der
Wandstärke erreichen. Die Bohrlochreihe wird zweireihig
angeordnet, wobei die Böhrlöcher ca. 8 cm oberhalb der ersten
Bohrlochebene angversetzt eordnet werden. Die Bohrkanäle sollten
mindestens zwei Lagerfugen kreuzen, um eineoptimale Verteilungzu
erzielen. Die Bohrlöcher werden in der Regel schräg in einem Winkel
von ca. 30 - 45° angeordnet.
Durchführung der Injektion:
Mit
einer Injektionspumpe werden die Injektionsstoffe so lange in das
Mauerwerk gepresst, bis ein Porenverschluss durch Sättigung der Fugen
und ein Materialaustritt aus dem Mauerwerk bis in den Bereich der
angrenzenden Packer zu beobachten
ist. Dabei verdrängt das Injektionsmaterial das vorhandene Wasser aus dem
Porenkanalsystem. Schadstellen, Risse und Hohlräume können dabei in
einem Arbeitsgang abgedichtet werden, so dass die Ursache der
Durchfeuchtung beseitigt wird. Im Verlauf der Injektion dringt das
Material in das eigentliche Kapillargefüge ein, so dass eine
durchgehende horizontale Wirkebene entsteht.
Abschließende Arbeiten:
Nach der Aushärtung der Injektionsmittel sind die Bohrpacker zu demontieren. Schlagpacker werden oberflächlich abgeschlagen. Der verbleibende Rest des Packers wird ca. 2 cm in das Bohrloch getrieben. Anschließend werden die Bohrlöcher mit einem geeigneten Mörtel verschlossen.